13. Februar 2026 Die globalen Edelmetallmärkte erlebten am Donnerstag im US-Handel einen heftigen Kurssturz. Der Goldpreis fiel in einer einzigen, starken Abwärtskerze um mehr als 31,3 Tonnen und durchbrach damit deutlich die wichtige psychologische Marke von 5.000 US-Dollar. Zum New Yorker Handelsschluss notierte Gold bei 4.920 US-Dollar, nachdem es im Tagesverlauf ein Tief von 4.878 US-Dollar erreicht hatte – ein Rückgang um bis zu 4,21,3 Tonnen und der niedrigste Stand seit dem 6. Februar.
Hauptursache für diesen „freien Fall“ war die unerwartet starke Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes, die den Optimismus des Marktes hinsichtlich kurzfristiger Zinssenkungen der Federal Reserve völlig zunichtemachte. Mit dem Schwinden der Zinssenkungserwartungen stiegen die Opportunitätskosten des Haltens zinsloser Anlagen sprunghaft an, was den Goldpreis stark unter Druck setzte.
Silber erlitt einen noch stärkeren Kurssturz von fast 101.300 US-Dollar an einem einzigen Tag. Nicht nur die Gewinne der vorangegangenen Sitzung wurden vollständig zunichtegemacht, sondern der Kurssturz löste auch einen breiten Abzug von Kapital aus, das in sichere Anlagen investiert worden war. Angesichts der Erwartungen an eine restriktivere Geldpolitik gerieten sowohl Gold als auch Silber in eine synchronisierte Korrekturphase.
Der Fokus des Marktes richtet sich nun vollständig auf die bevorstehenden US-Inflationszahlen. Diese Veröffentlichung wird als entscheidender Lackmustest für den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed dienen und maßgeblich darüber entscheiden, ob sich der Goldpreis über 4.900 US-Dollar stabilisieren und einen erneuten Anlauf in Richtung der 5.000-US-Dollar-Marke wagen kann.
Anlagenperformance und Fundamentalanalyse
1. US-Aktienmärkte
Indexperformance
- Dow Jones Industrial Average (DJI): 49.451,98, Rückgang 1.34%.
- S&P 500 (SP500): 6.836,93, Rückgang 0,13%Der Index bewegt sich weiterhin in einer engen Spanne nahe Rekordhochs, da Bullen und Bären sich intensive Positionskämpfe liefern.
- Nasdaq 100 (NQ1): 24.829,00, aufwärts 0,25%Angesichts zunehmender globaler Wachstumsunsicherheit floss Kapital zurück in die führenden Technologiekonzerne mit hoher Marktkapitalisierung, auf der Suche nach einer „Sicherheitsprämie“.
Aktie im Fokus
- Tesla (TSLA): USD 417,07, Rückgang 2.62%Der zunehmende Wettbewerb auf dem Markt für Elektrofahrzeuge und der Margendruck drückten die Aktie nach unten, wobei die Kurse nach einer jüngsten Erholung erneut die Unterstützung nach unten testeten – was Tesla zu einem wichtigen Belastungsfaktor für die breiteren Indizes machte.
2. Devisenmarkt
- US-Dollar-Index (DXY): 96,920, aufwärts 0,01%Der Dollar bewegte sich in einer engen Spanne unterhalb der Marke von 97, da die Märkte weiterhin die jüngsten geldpolitischen Signale der Fed einpreisten.
- USD/JPY: 152,865, aufwärts 0,10%Anhaltende Carry-Trades setzten den Yen unter Druck, wobei die Renditedifferenzen weiterhin der Haupttreiber des Währungspaares waren.
- EUR/USD: 1,18678, abwärts 0,02%Die schwachen Fundamentaldaten der Eurozone begrenzten das Aufwärtspotenzial, das Währungspaar konsolidierte sich bei geringer Volatilität nahe 1,19.
3. Edelmetalle und Rohstoffe
Edelmetalle
- Spot-Gold (XAUUSD): ~4.943,10 USD/Unze, gestiegen 0,43%Gold konsolidiert unterhalb der historisch bedeutsamen Marke von 5.000 US-Dollar. Die anhaltende Nachfrage nach sicheren Anlagen und die fortwährende Einpreisung geopolitischer Risiken stützen weiterhin den allgemeinen Aufwärtstrend.
- Spot-Silber (XAGUSD): 75,749 USD/Unze, aufwärts 0,56%Silber schnitt besser ab als Gold, was auf eine positive Stimmung zurückzuführen ist, die sowohl durch die Nachfrage nach Inflationsschutz als auch durch die Industrieprämie bedingt war.
Rohstoffe
- Rohöl (XTIUSD): 62,90 USD/Barrel, gesunken 0,06%Da Angebot und Nachfrage in einem fragilen Gleichgewicht verharrten, pendelten die Ölpreise um die 63 US-Dollar und ließen einen klaren kurzfristigen Richtungsausbruch aus.
4. Krypto-Assets und makroökonomische Entwicklungen
- Bitcoin (BTCUSD): USD 66.027, Rückgang 0,27%Bitcoin konsolidierte sich weiterhin über 66.000 US-Dollar, da die Marktteilnehmer auf klarere Signale der makroökonomischen Liquiditätslage warteten. Die Stimmung blieb insgesamt verhalten.
- Ethereum (ETHUSD): USD 1.935,5, Rückgang 0,54%ETH entwickelte sich schlechter als Bitcoin, was auf eine stagnierende On-Chain-Aktivität und eine Marktpräferenz für liquidere Indikatorwerte inmitten makroökonomischer Unsicherheit zurückzuführen ist.
5. Heutiger Schwerpunkt
- Schweiz: Januar-Verbraucherpreisindex (Monatsvergleich)
- Vereinigte Staaten: Kern-Verbraucherpreisindex Januar (Monatsvergleich)
- Vereinigte Staaten: Januar-Verbraucherpreisindex (Monatsvergleich)
- Vereinigte Staaten: Verbraucherpreisindex Januar (im Jahresvergleich)