Am 4. Februar 2026 gerieten die globalen Finanzmärkte nach einer hochkarätigen Nominierung durch die Trump-Administration erneut in starke Turbulenzen. Mit der Nominierung des eher restriktiv orientierten Kevin Warsh als Nachfolger des scheidenden Jerome Powell wurde das Vertrauen der Märkte in die künftige Geldpolitik der Federal Reserve erschüttert.
Trotz des Anstiegs des US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar auf 52,6, den höchsten Stand seit fast dreieinhalb Jahren – was die Widerstandsfähigkeit und das Wachstum der Binnennachfrage unterstreicht – fiel der US-Dollar-Index am Dienstag paradoxerweise um 0,12% auf 97,42 und beendete damit seine vorherige Rallye von 1,5%.
Angetrieben von dieser Unsicherheit erlebte der Goldpreis am Dienstag eine dramatische Erholung und stieg im Tagesverlauf um mehr als 61.300 US-Dollar – der größte Tagesgewinn seit der Finanzkrise 2008. Im asiatischen Handel stabilisierte sich der Goldpreis bei rund 4.974 US-Dollar, da solide Fundamentaldaten in Verbindung mit durch den sogenannten „Warsh-Schock“ ausgelösten Short-Eindeckungen eine starke Wirkung entfalteten.
Wertentwicklung und Fundamentalanalyse des Vermögensmarktes
1. US-Aktienmärkte
Indexperformance
- Dow Jones Industrial Average (DJI): Geschlossen um 49.240,99, runter 167,42 Punkte oder 0,34%Der Markt notiert knapp unter der psychologischen Marke. 50.000 Punkte Mit Überschreiten dieser Schwelle verstärkte sich der Verkaufsdruck auf Schwergewichtsaktien angesichts der wachsenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der Nominierung des Fed-Vorsitzenden.
- S&P 500 Index (SP500): Geschlossen um 6.918,08geringfügig gesunken 0,01%Während der Index über dem 6.900 Auf diesem Niveau wurden Gewinnmitnahmen bei Technologieaktien durch Mittelzuflüsse in defensive Sektoren teilweise kompensiert.
- Nasdaq 100 Index (NQ1): Geschlossen um 25.432,00, runter 0,08%. Zuvor überbelegte Positionen in KI- und Halbleiteraktien stehen angesichts einer jüngsten Welle des Schuldenabbaus unter technischem Druck.
Aktien-Highlight
- Intel (INTC): Geschlossen um 49,25 USD, hoch 0,90%Die Unterstützung aus dem Speichersegment und die Erholung der Fundamentaldaten trugen dazu bei, dass die Aktie den breiteren Markt übertraf.
2. Devisenmarkt
- US-Dollar-Index (DXY): Bei 97.381, runter 0,23%Nach der Nominierung von Kevin Warsh zum Fed-Vorsitzenden haben die Erwartungen hinsichtlich seiner möglichen Politik der „Bilanzreduzierung + Zinssenkungen“ zu einer Neubewertung der Dollar-Liquidität geführt und den Greenback kurzfristig unter Druck gesetzt.
- EUR/USD: Bei 1.1814, runter 0,02%Trotz der Dollar-Schwäche begrenzten die gedämpften Inflationserwartungen in der Eurozone das Aufwärtspotenzial des Euro.
- USD/JPY: Bei 155.88, hoch 0,11%Die Äußerungen von Premierministerin Sanae Takaichi, wonach ein schwächerer Yen den Exporten zugutekommt, reduzierten die Markterwartungen an eine baldige Zinserhöhung durch die Bank von Japan weiter.
3. Edelmetalle und Rohstoffe
Edelmetalle
- Spot-Gold (XAUUSD): Bei 4.979,33 US-Dollar pro Unze, sich erholen 0,66% Intraday. Nach dem größten Tagesverlust seiner jüngeren Geschichte erlebt Gold eine Erholung im überverkauften Bereich. 5.000 USD Diese Ebene erweist sich als ein wichtiger makropsychologischer Abwehrmechanismus.
- Spot-Silber (XAGUSD): Bei 85,0932 US-Dollar pro Unze, runter 0,27%Nach extremen Schwankungen konsolidiert sich Silber auf einem erhöhten technischen Niveau, da sich der Kampf zwischen industrieller Nachfrage und der Nachfrage nach sicheren Anlagen verschärft.
Rohstoffe
- WTI-Rohöl (XTIUSD): Bei 63,88 USD pro Barrel, runter 0,09%Da die geopolitischen Risikoprämien rasch nachließen, fielen die Ölpreise unter den 64 USD Das Niveau sucht nach einem kurzfristigen Tiefpunkt.
4. Digitale Assets und Makrodynamik
- Bitcoin (BTCUSD): Bei 75.890 USD, sich erholen 0,30%Nach dem Einbruch unterhalb 80.000 USDSpekulative Vermögenswerte haben eine erhöhte Sensibilität gegenüber Veränderungen der Dollar-Liquiditätsbedingungen gezeigt.
- Ethereum (ETHUSD): Bei 2.243,6 USD, hoch 0,58%Gestützt durch technische Käufe hat sich ETH nahe dem 2.200 USD Das Unterstützungsniveau ist zwar hoch, doch deuten Indikatoren der relativen Stärke darauf hin, dass die Position weiterhin schwach ist.
5. Heutiger Fokus
- Neuseeland: Beschäftigungsveränderung (im Vergleich zum Vorquartal)
- Neuseeland: Arbeitslosenquote
- Eurozone: Kern-VPI-Schnellschätzung (im Jahresvergleich)
- Eurozone: Schnelle Schätzung des Verbraucherpreisindex (im Jahresvergleich)
- Vereinigte Staaten: Veränderung der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft laut ADP
- Vereinigte Staaten: ISM Services PMI