10. November 2025 – Der US-Dollar-Index legte zu Wochenbeginn zu, gab die Gewinne jedoch wieder ab und schloss am Freitag bei 99,54. Der Goldpreis schwankte die ganze Woche über der Marke von 130 US-Dollar und hielt sich schließlich über 4.000 US-Dollar. Der Nasdaq fiel um mehr als 31 Punkte, da die Sorgen um die Bewertungen von Technologieaktien wieder aufkamen. Bitcoin rutschte unter 100.000 US-Dollar, und Ethereum brach infolge eines größeren Hackerangriffs ein.
Wöchentliche Performance und Fundamentalanalyse nach Anlageklassen
Devisenmarkt: Dollar gibt nach Höchstständen nach, da sich die Spaltung der US-Notenbank verschärft
Der US-Dollar-Index durchbrach Anfang der Woche die Marke von 100 und erreichte damit ein Dreimonatshoch, fiel aber bis Freitag auf 99,54 zurück, was einem Rückgang von 0,46% für die Woche entspricht.
Der japanische Yen schwankte im Bereich von 153–154, wobei die Untätigkeit der Bank von Japan die Erholungsdynamik einschränkte.
Grundlegende Treiber:
Politische Verwirrung: Fed-Gouverneur Milan forderte schnellere Zinssenkungen, während der Präsident der Federal Reserve Bank von Cleveland, Hummack, vor Inflationsrisiken warnte und die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember auf 601 TP3T reduzierte.
Datenvakuum verschärft sich: Der Stillstand der US-Regierung dauert nun schon 39 Tage an (ein Rekord), wodurch wichtige Daten wie die Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft und der Verbraucherpreisindex nicht verfügbar sind und die Marktvolatilität verstärkt wird.
Edelmetalle: Gold erholt sich V-förmig, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen mit der Dollarstärke kämpft.
Der Spotpreis für Gold erreichte ein Wochentief von $3.930 und ein Wochenhoch von $4.060 und schloss bei $4.001,39.
Der Spotpreis für Silber schloss bei $48,35, ein Minus von 0,68%, wobei sich die Handelsspanne auf $47–49 ausweitete.
Hauptthemen:
Nachfrage nach sicheren Anlagen: Aktienverkäufe und steigende geopolitische Risiken (insbesondere die eskalierenden Spannungen in Venezuela) stützten den Goldpreis.
Dollardruck: Die kurzfristige Stärke des Dollars begrenzte die Gewinne, aber die Käufe der Zentralbanken (wobei die chinesische PBoC ihre Reserven weiter aufstockte) sorgten für langfristige Unterstützung.
Institutionelle Sichtweisen:
TD Securities: Erwartet eine Konsolidierung des Goldpreises im Bereich von 3.800 bis 4.050 USD innerhalb des 1. Quartals.
Morgan Stanley: Prognostiziert einen Anstieg des Goldpreises auf $4.500 im Jahr 2026.
Energie & Rohstoffe: Ölpreis fällt die zweite Woche in Folge aufgrund wachsenden Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage
Der Preis für WTI-Rohöl sank um 3,21 £ pro 3 Tonnen auf 59,75 £ pro 4 Tonnen, und der Preis für Brent-Rohöl ging um 2,81 £ pro 3 Tonnen auf 63,63 £ pro 4 Tonnen zurück.
Negative Faktoren: Ein stärker als erwartet ausgefallener Lageraufbau der EIA und die Unsicherheit über die Produktionspläne der OPEC+ gleichen die geopolitischen Risikoprämien aus.
Industriemetalle:
Der Eisenerzpreis fiel um 3,661 TP3T, da die schwache chinesische Nachfrage und steigende Lagerbestände in den Häfen die Stimmung belasteten.
Der Kupferpreis an der LME schloss bei 10.903 £ ($) und hielt sich damit im Gleichgewicht zwischen Angebotsengpässen und den Sorgen um eine Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums.
Kryptowährungen: Hackerangriff löst Kurssturz aus; Bitcoin hält kaum noch 100.000 US-Dollar
Bitcoin fiel in der Woche um 6,31 TP3T und erreichte kurzzeitig die Marke von 1 TP4T99.000.
Ethereum stürzte um über 81.030.000 US-Dollar ab, nachdem Balancer Protocol bei einem Hackerangriff 1.040.000 Millionen US-Dollar verloren hatte, was Panik an den Märkten auslöste.
On-Chain-Daten: Bei Krypto-ETFs beliefen sich die wöchentlichen Abflüsse auf 1,8 Milliarden US-Dollar, wobei gehebelte Long-Positionen im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar liquidiert wurden.
Politischer Hintergrund: Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Kontrolle von Stablecoins verschärft, während die chinesische Zentralbank PBoC ihr Vorgehen gegen Kryptospekulationen bekräftigt hat.
US-Aktien: Nasdaq verzeichnet schwächste Woche seit April, Technologiebewertungen korrigieren
Der Nasdaq fiel um 3,041 TP3T, der S&P 500 verlor 1,631 TP3T und der Dow Jones gab um 1,211 TP3T nach.
Sektortrends: Halbleiteraktien (NVIDIA -5%) und Aktien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (Meta -11%) führten die Rückgänge an, während Energieaktien leichte Gewinne verzeichneten.
Wichtigste Ereignisse:
Tesla-Aktionärsversammlung: Das Vergütungspaket für Elon Musk in Höhe von 1,4 Billionen Tsd. wurde genehmigt, die Einführung des vollständig autonomen Fahrens (FSD) in China wurde jedoch verschoben.
OpenAI und Amazon: Unterzeichneten eine Rechenpartnerschaft im Wert von 1,4 Billionen US-Dollar, was den Wettlauf um Investitionen in KI-Lösungen weiter verschärft.
Vorschau auf die Woche: Wichtige Wirtschafts- und Politikereignisse
Federal Reserve:
Der Präsident der New Yorker Fed, Williams, wird sprechen, und die Märkte werden gespannt auf Signale zum Zinspfad im Dezember warten.
Mehrere Vertreter der US-Notenbank werden sich äußern; eine eher zurückhaltende Kommentierung könnte die Risikostimmung stärken.
Andere Zentralbanken:
Die Bank von Japan wird das Protokoll ihrer Oktober-Sitzung veröffentlichen – jeder Hinweis auf eine Zinserhöhung im Dezember könnte den Yen stützen.
Die Europäische Zentralbank wird ihren Wirtschaftsbericht veröffentlichen, während die Revision des BIP der Eurozone für das dritte Quartal genau beobachtet werden wird.
Wirtschaftsdaten & Risiken:
Der US-Datenblackout hält an: Der Bericht zum Verbraucherpreisindex für Oktober könnte sich aufgrund der Haushaltssperre verzögern, und seine Veröffentlichung könnte starke Kursschwankungen auslösen.
Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind nach wie vor der einzige verlässliche, hochfrequente Indikator für die Lage auf dem Arbeitsmarkt.