24. Dezember 2025. Die gestern vom US-Handelsministerium veröffentlichten revidierten BIP-Daten für das dritte Quartal bestätigten die robuste Wirtschaftslage. Die annualisierte Wachstumsrate erreichte beeindruckende 4,31 % des dritten Quartals und übertraf damit die Markterwartung von 3,31 % deutlich. Diese Zahlen beflügelten die US-Aktienkurse und setzten die Weihnachtsrallye fort. Der S&P 500 schloss am Dienstag bei 6.909,79 Punkten und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Gleichzeitig erreichten Gold und Silber Rekordpreise, was zu einer Synergie zwischen Aktien und Edelmetallen führte, die durch das starke Wachstum untermauert wurde. Die entscheidende Frage für den Markt bleibt: Wird diese Wachstumsdynamik die Erwartungen an künftige Zinssenkungen dämpfen und eine Divergenz bei Risikoanlagen auslösen?
Marktentwicklung und Fundamentalanalyse nach Anlageklassen
1. US-Aktienmarkt
Indexperformance:
- Der Dow Jones Industrial Average blieb relativ verhalten und verzeichnete einen bescheidenen Zuwachs von 0,16%.
- Der S&P 500 Index stieg um 0,46% und verzeichnete damit den vierten Gewinntag in Folge sowie ein neues Rekordhoch.
- Der Nasdaq-Index stieg um 0,57%, angeführt von der anhaltenden Stärke der Mega-Cap-Technologieaktien.
Aktienfokus: NVIDIA (NVDA) setzte seinen Aufwärtstrend im Tagesverlauf fort, legte um etwa 31,3 Billionen US-Dollar zu und trieb seine Marktkapitalisierung wieder in Richtung der Schwelle von 4,6 Billionen US-Dollar; Broadcom (AVGO) zeigte eine solide Dynamik mit einem Zuwachs von 2,31 Billionen US-Dollar, unterstützt durch die anhaltende Nachfrage nach KI, die Synergie zwischen Software und Hardware sowie die allgemeine wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit.
Einflussfaktoren: Der Aufschwung von NVIDIA wird auf ein Zusammenwirken von politischen Rahmenbedingungen (potenzielle Wiederaufnahme der Exporte nach China), strategischer Klarheit (Ausstieg aus dem Cloud-Wettbewerb) und einem robusten makroökonomischen Umfeld zurückgeführt.
2. Devisenmarkt
- Der US-Dollar-Index rutschte unter die Marke von 98 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Oktober. Der Index war im Vorfeld der Feiertage kurzfristigen Schwankungen ausgesetzt, bedingt durch starke inländische Wirtschaftsdaten und veränderte Kapitalflüsse in sichere Anlagen.
- EUR/USD setzte seinen Aufwärtstrend fort und versuchte, neue Jahreshöchststände zu erreichen, während der US-Dollar allgemein nachgab;
- USD/JPY fiel auf das Niveau von 156,30 zurück, da die Erwartungen einer Normalisierung der Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ) weiterhin mittelfristig abwärts gerichteten Druck auf das Währungspaar ausüben;
- GBP/USD behielt seine relative Stärke bei, gestützt durch die anhaltend hohe Inflation in Großbritannien und die Erwartung anhaltend hoher Zinssätze.
Fahrlogik: Analysten weisen darauf hin, dass die starken Wachstumsdaten zwar die Argumente für eine Beibehaltung der Zinssätze durch die Fed in naher Zukunft untermauern, die Konsensprognose von zwei Zinssenkungen im Jahr 2026 jedoch nicht widerlegt haben.
3. Edelmetalle und Rohstoffe
Edelmetalle:
- Der Goldpreis (XAUUSD) erreichte ein neues Rekordhoch und näherte sich der Marke von 4.500 US-Dollar pro Unze. Die Aufwärtsdynamik wird primär durch geopolitische Spannungen und Unsicherheiten in den Lieferketten (insbesondere Ereignisse im Zusammenhang mit Venezuela und Russland) getrieben.
- Der Spotpreis für Silber (XAG/USD) zeigte eine außergewöhnliche Performance und stieg um 3,5%, wodurch die psychologische Marke von $70/oz durchbrochen wurde. Angetrieben wurde dies durch die industrielle Nachfrage, knappe Lagerbestände und eine Mischung aus Käufen als sicherer Hafen und spekulativen Käufen.
Rohstoffe:
- Der WTI-Rohölpreis erholte sich den dritten Tag in Folge von seinen Jahrestiefständen und erreichte rund 14.000 US-Dollar, was einer Erholung von etwa 4,813 Tonnen entspricht. Die geopolitische Instabilität in Venezuela und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sind die Hauptgründe für diese Erholung.
4. Krypto-Assets
- Trotz des positiven Marktumfelds für risikoreiche Anlagen gelang es Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) nicht, einen synchronen Volumenausbruch zu verzeichnen. Dies deutet darauf hin, dass kurzfristiges Kapital derzeit traditionelle risikoreiche Anlagen und Edelmetalle gegenüber digitalen Vermögenswerten bevorzugt.
5. Heutiger Fokus
- Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA (für die Woche bis zum 20. Dezember)