Amillex-Tagesmarktkommentar: Unterschiedliche US-Wirtschaftsdaten befeuern Debatte über Zinssenkungspfad; Nvidia fällt um 51 % (3T), Gold trotzt dem Trend und durchbricht die Marke von 4.135 US-Dollar ($), Rohöl fällt unter 58 US-Dollar ($).
26. November 2025 – Die US-Aktienmärkte schlossen uneinheitlich. Der S&P 500 gab um 0,121 Punkte nach, der Nasdaq sank um 0,301 Punkte, während der Dow Jones um 0,071 Punkte zulegte. Technologiewerte belasteten die Märkte, insbesondere der Kurssturz von Nvidia um mehr als 51 Punkte. Der US-Dollar-Index fiel um 0,31 Punkte, während der Goldpreis entgegen dem Trend auf 4.135 US-Dollar pro Unze stieg. WTI-Rohöl verbilligte sich um 1,91 Punkte auf 57,72 US-Dollar pro Barrel, und Bitcoin rutschte um 1,91 Punkte unter die Marke von 87.000 US-Dollar.
I. Wichtigste Marktbewegungen und Fundamentalanalyse
1. US-Aktien: Technologieaktien belasten den Nasdaq, da Nvidia-Aktien über 51 TP3T fallen.
Der S&P 500 fiel um 0,12% auf 6.697,03, der Dow Jones stieg um 0,07% auf 46.482,36, der Nasdaq sank um 0,30% auf 22.802,85.
Branchenleistung:
Bank-ETF +1,54%, Regionalbank-ETF +1,51%
Technologie-ETF –0,91%, Halbleiter-ETF –1,52%
Aktien-Highlights:
Nvidia –5%+: Steigende Bewertungssorgen bei KI-Chips lösten konzentrierte Gewinnmitnahmen aus.
Alphabet gestärkt: Berichte, wonach Meta plant, KI-Chips von Google zu erwerben, stützten die Stimmung.
Makrotreiber:
Widersprüchliche Daten:
Der Erzeugerpreisindex stieg im September im Vergleich zum Vormonat, was auf eine anhaltend hohe Inflation hindeutet.
Die Einzelhandelsumsätze stiegen lediglich um 0,21 TP3 T (weit unter den Erwartungen), was auf eine nachlassende Konsumdynamik und steigende Konjunkturrisiken hindeutet.
Politische Divergenz:
Fed-Gouverneur Milan plädierte für aggressive Zinssenkungen.
Allerdings schränkt eine höhere Inflation den Spielraum für eine lockere Geldpolitik ein.
Trotz einer impliziten Wahrscheinlichkeit von >80% für eine Senkung im Dezember bleibt die Stabilität ungewiss.
2. Devisenmarkt: Dollar-Index schwächt sich ab; sichere Währungen unter Druck
Der Dollar-Index fiel um 0,3%; der Bloomberg Dollar Spot Index gab ebenfalls nach.
Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen blieben angesichts verhaltener Stimmung nahe 4,02%.
Zugrundeliegende Logik:
Neubewertung der Zinssenkung: Schwache Einzelhandelsumsätze verstärkten die Erwartungen an eine Lockerung der Zinssätze, während ein festerer PPI größere Verluste in Dollar verhinderte.
Risikostimmung: Europäische Aktien legten leicht zu (Euro Stoxx 50 +0,2%), und ein Teil des Kapitals wurde in Nicht-USD-Anlagen umgeschichtet.
3. Edelmetalle: Gold steigt entgegen dem Trend aufgrund zunehmender Nachfrage nach sicheren Anlagen
Der Spotpreis für Gold schloss bei $4.135/oz; die COMEX-Gold-Futures folgten diesem Anstieg.
Unterstützende Faktoren:
Datenkonflikte verstärkten die Risikoaversion: Konjunkturfrustrationsängste und Inflationsunsicherheit führten zu verstärkten Kapitalflüssen in sichere Häfen.
Der lockere Ton der Fed: Gouverneur Milans Forderung nach Zinssenkungen dämpfte die Erwartungen an die Realzinsen und ließ den Goldpreis steigen.
4. Energie: Nachfragesorgen drücken Rohölpreise; WTI fällt unter $58
Der Preis für WTI-Rohöl fiel um 1,91 £/3 t auf 1 £/4 t 57,72 £/Barrel; auch Brent gab nach.
Bärische Katalysatoren:
Nachfrageängste: Schwache US-Einzelhandelsumsätze verstärkten die globalen Konsumsorgen; die Lagerbestände der EIA dürften steigen.
Angebotsdruck: Niedrigere OPEC+-Konformität und die Erwartung steigender russischer Exporte verstärkten den Abwärtsdruck.
5. Krypto: Bitcoin fällt um fast 21.030 US-Dollar, da die Risikobereitschaft nachlässt
Bitcoin –1,9% auf $87.098,6; Ethereum und Altcoins gaben ebenfalls nach.
Marktstimmung:
Auflösung von Hebelpositionen: Ein Durchbruch unter eine wichtige Unterstützungslinie löste Long-Liquidationen aus, wobei die Gesamtliquidationen am Markt zunahmen.
Makroökonomischer Überhang: Die Volatilität des Dollar und die Schwäche von Technologieaktien wirkten sich auch auf Krypto-Assets mit hohem Beta-Wert aus.
6. Globale Aktienmärkte: Uneinheitliche Entwicklung in Asien und Europa; Nikkei legt leicht um 0,11 Punkte zu.
Europa: Euro Stoxx 50 +0,2%, DAX unverändert, CAC 40 +0,25%.
Übertragungslogik:
Der Optimismus hinsichtlich der KI-Chip-Entwicklungen von Google stützte die Stimmung im Technologiesektor, doch die Unsicherheit bezüglich der Geldpolitik der US-Notenbank begrenzte die Gewinne.
II. Fundamentale Synthese
Am 25. November kam es an den Märkten angesichts uneinheitlicher Wirtschaftsdaten zu einer Neubewertung der Risiken: Widersprüchliche Erzeugerpreisdaten und Einzelhandelsumsatzzahlen unterstrichen die latenten US-Stagflation-Risiken, während zunehmende Meinungsverschiedenheiten in der Fed-Politik die Volatilität erhöhten.
Kernlogikkette:
Hartnäckige Inflation schränkt die Politik ein: Steigende Erzeugerpreise deuten auf anhaltende Dienstleistungsinflation hin und stärken damit das restriktive Lager der Fed.
Schwache Konsumsignale deuten auf eine Verlangsamung hin: Geringfügige Einzelhandelsumsätze bestätigen eine Abkühlung des Arbeitsmarktes und liefern den Befürwortern einer lockeren Geldpolitik mehr Argumente für Kürzungen.
Neubewertung: Hoch bewertete Technologieaktien (angeführt vom starken Kursverfall von Nvidia) und eine schwache Ölnachfrage führten zu anlagenübergreifenden Anpassungen.
Risikowarnungen:
Ein besser als erwartet ausfallender PCE-Wert am 26. könnte die auf Zinssenkungen gesetzten Erwartungen zunichtemachen.
Sollte Bitcoin unter $85.000 fallen, könnte eine weitere Runde des Schuldenabbaus den Kryptomarkt treffen.
III. Heutiger Schwerpunkt
Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA (Woche bis zum 22. November)
US-EIA-Rohöllagerbestandsdaten (Woche bis zum 21. November)