23. Januar 2026 — Der Goldpreis setzte seinen starken Aufwärtstrend fort und hielt sich fest über der psychologisch wichtigen Marke von 4.900 US-Dollar pro Unze. Im frühen asiatischen Handel erreichte er kurzzeitig ein Rekordhoch von 4.960,43 US-Dollar pro Unze. Haupttreiber dieser Entwicklung war die anhaltende Schwäche des US-Dollars. Der Dollar-Index fiel um 0,51 Punkte auf 98,28 und damit nahe einem Dreiwochentief. Obwohl der jüngste PCE-Preisindex einen Anstieg der Inflation auf 2,81 Punkte im Jahresvergleich auswies und damit eine gewisse wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit signalisierte, dämpfte dies die Erwartungen an künftige geldpolitische Lockerungen kaum. Die Märkte preisen weiterhin eine vorsichtige Haltung der Fed in naher Zukunft ein, gefolgt von zwei Zinssenkungen um insgesamt 50 Basispunkte in der zweiten Jahreshälfte 2026. Diese Aussichten reduzieren die Opportunitätskosten des Goldbesitzes, verstärken dessen Attraktivität und erhalten die positive Dynamik aufrecht.
Anlagenperformance und Fundamentalanalyse
1. US-Aktienmärkte
Indexperformance
- Dow Jones Industrial Average: 49.384,01 (+0,63%). Unterstützt durch Signale einer Entspannung der geopolitischen Spannungen vom Weltwirtschaftsforum in Davos – insbesondere durch das Nachlassen der angedrohten Zölle im Zusammenhang mit Grönland – verzeichnete der Dow Jones den zweiten Anstieg in Folge und hielt sich deutlich über der Marke von 49.000 Punkten.
- S&P 500: 6.913,35 (+0,55%). Optimismus im Vorfeld der FOMC-Sitzung trug zu einer leichten Erholung des Index bei, nachdem die Zuflüsse in sichere Anlagen zuvor nachgelassen hatten.
- Nasdaq Composite: 25.436,02 (+0,91%). Technologiewerte führten die Gewinne an, wobei der KI-Sektor im Zuge intensiver Diskussionen beim Weltwirtschaftsforum in Davos wieder an Dynamik gewann und bemerkenswerte Short-Eindeckungen auslöste.
Aktien-Highlight
- Tesla (TSLA): $449.36 (+4,15%). Nach einem Kursanstieg von 1,63% in der vorangegangenen Sitzung setzte Tesla seine Rallye fort und durchbrach die wichtige Widerstandsmarke von $440.
2. Devisenmarkt
- US-Dollar-Index (DXY): 98,30 (-0,41%) Die nachlassenden geopolitischen Spannungen reduzierten die Nachfrage nach sicheren Anlagen und ließen den Dollar von seinen jüngsten Höchstständen stetig sinken.
- EUR/USD: 1,1750 (+0,56%) Der Euro profitierte von einer leichten Verbesserung der Risikostimmung im US-EU-Handelsstreit und erholte sich nach Erreichen eines Mehrmonatstiefs deutlich.
- USD/JPY: 158,40. Mit steigender Risikobereitschaft schwächte sich die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Yen ab. Das Währungspaar konsolidiert weiterhin nahe der Marke von 158 und wartet auf weitere Signale der Zentralbank.
3. Edelmetalle und Rohstoffe
Edelmetalle
- Spot-Gold (XAUUSD): Rund $4.950/oz (+1,61%). Positive Entwicklungen vom Weltwirtschaftsforum in Davos führten zu einer rationalen Anpassung der Prämien für sichere Anlagen.
- Spot-Silber (XAGUSD): Rund $95,82 (+3,44%). Trotz einer vorübergehenden Entspannung der geopolitischen Spannungen zeigte Silber keine Schwäche und stieg erneut über die Marke von $95,82. $95 Historischer Höchststand.
Rohstoffe
- WTI-Rohöl: Um $59,70/Fass (-2,14%). Die Prämien für geopolitische Risiken gingen deutlich zurück.
4Krypto-Assets und Makrodynamik
- Bitcoin (BTC): Rund $89,521, womit die psychologische Schwelle von $90,000 leicht unterschritten wurde.
Während ein Teil des kurzfristigen Kapitals in sich erholende Aktien umgeschichtet wurde, zeigt BTC weiterhin eine solide technische Unterstützung nahe $88.000. - Ethereum (ETH): Im Spannungsfeld um den Pivot-Punkt von $3.000 bewegt sich ETH weiterhin in einer engen Spanne zwischen $2.980 und $3.050, belastet durch die anhaltende Debatte über die jüngsten On-Chain-Aktivitätsniveaus.
5. Heutiger Fokus
- Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (Tag 5)
- Britische Einzelhandelsumsätze im Dezember (Monat/Monat)
- Französischer Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar (vorläufig)
- Frankreich, Dienstleistungs-PMI Januar (vorläufig)
- Deutschland Januar: Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (vorläufig)
- Deutschland, Dienstleistungs-PMI Januar (vorläufig)
- Britischer Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar (vorläufig)
- Britischer PMI für den Dienstleistungssektor im Januar (vorläufig)
- Kanada Dezember Kernumsatz Einzelhandel m/m
- Kanadische Einzelhandelsumsätze im Dezember (Monat/Monat)
- US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar (vorläufig)
- US-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Januar (vorläufig)
- US-Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan (Endergebnis) – Januar