31. Dezember 2025. Kurz vor Jahresende 2025 haben die globalen Märkte vollständig in den „Feiertagsmodus“ übergegangen. Da institutionelle Anleger weitgehend abwesend sind, hat sich der Fokus von makroökonomischen Fundamentaldaten hin zu technischen Positionsrealisierungen und margengetriebener Volatilität verlagert. Während Aktien aufgrund von Gewinnmitnahmen zum Jahresende weiterhin leicht unter Druck stehen, rückten Edelmetalle in den Mittelpunkt und erlebten in einem Umfeld geringer Liquidität einen starken Schuldenabbau. Der US-Dollar-Index konsolidierte sich in einer engen Spanne, da sich der Kernkonflikt am Markt von Makrodaten hin zu Positionierung, Margen und den Fondsallokationen zum Jahresende verlagerte.
Marktentwicklung und Fundamentalanalyse nach Anlageklassen
1. US-Aktienmarkt
Indexperformance: Die drei wichtigsten US-Indizes zeigten sich überwiegend schwach, Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq schlossen allesamt leicht im Minus. Dem Markt fehlt ein klares Leitmotiv, und das Handelsvolumen liegt deutlich unter dem Normalwert, was typisch für ein Jahresende ist.
2. Devisenmarkt:
- Der US-Dollar-Index (DXY) legte leicht zu, konnte aber keinen Trendausbruch erzielen, was auf eine starke abwartende Haltung hindeutet.
- EUR/USD schwankte über 1,17, ohne dass neue Impulse eintraten;
- USD/JPY setzte seine Konsolidierung im Bereich von 156–157 fort und gab mit begrenzter Abwärtsdynamik von seinen Höchstständen nach.
- Das Währungspaar GBP/USD zeigte sich relativ widerstandsfähig und entwickelte sich etwas besser als der Euro, war aber ebenfalls durch die Liquiditätsengpässe während der Feiertage eingeschränkt.
Einflussfaktoren: Der Devisenmarkt ist in eine typische „Konsolidierungsphase zum Jahresende“ eingetreten, in der kurzfristige Bewegungen eher technische Schwankungen als Trendhandelsfenster darstellen.
3. Edelmetalle und Rohstoffe
Edelmetalle:
- Spot-Gold (XAUUSD): Trotz kurzfristigen Drucks notiert der Goldpreis weiterhin in historischen Höchstständen, was darauf hindeutet, dass die mittel- bis langfristige Aufwärtsstruktur nicht beeinträchtigt wurde.
- Silber (XAGUSD): Nach dem Einbruch am Vortag erholte sich der Silberpreis deutlich und stieg über 9% auf etwa $78/oz (vom Tiefpunkt nach dem Verkaufsdruck bis zum Tageshoch). Dieser abrupte Rückgang mit anschließendem starken Anstieg ist ein typisches Beispiel für „Margin-Anpassungen → erzwungene Liquidationen → umgekehrte Käufe/Tiefpunktfischerei“.
Kerntreiber:
- Frühere Rallyes im „Squeeze-Stil“ führten zur Anhäufung einer großen Anzahl hochgehebelter Long-Positionen;
- Die angespannte Liquidität zum Jahresende verstärkte jede konzentrierte Schließung von Positionen;
- Erhöhte Devisenmargen und Risikokontrollanforderungen führten zu einem passiven Schuldenabbau.
Rohstoffe:
- Der Preis für WTI-Rohöl schwankte weiterhin um 1,4 Tsd. 80 US-Dollar pro Barrel. Der Trend bleibt relativ stabil und wirkt als Stabilisator im Energiesektor.
5. Heutiger Fokus
- Protokoll der FOMC-Sitzung vom Dezember.
- Chinas Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für Dezember.
- Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA für die Woche bis zum 27. Dezember.